Compositeur: Franz Schubert (1797-1828)
Poéte: Franz Xaver Schlechta von Wschehrd (1796-1875)

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Interprété par: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Enregistré: samedi 2 May 2009 - Erfurt



Paroles et informations sur d'autres compositions

Den Fischer fechten Sorgen
Und Gram und Leid nicht an,
Er löst am frühen Morgen
Mit leichtem Sinn den Kahn.

Da lagert rings noch Friede
Auf Wald und Flur und Bach,
Er ruft mit seinem Liede
Die gold'ne Sonne wach.

[Und]1 singt zu seinem Werke
Aus voller frischer Brust,
Die Arbeit gibt ihm Stärke,
Die Stärke Lebenslust!

Bald wird ein bunt Gewimmel
In allen Tiefen laut,
Und plätschert durch den Himmel
Der sich im Wasser baut -

Und schlüpft auf glatten Steinen
Und badet sich und schnellt,
Der Große frißt den Kleinen
Wie auf der ganzen Welt.

Doch wer ein Netz will stellen
Braucht Augen klar und gut,
Muß heiter gleich den Wellen
Und frei sein wie die Flut;

Dort angelt auf der Brücke
Die Hirtin - schlauer Wicht,
[Gib auf nur deine]2 Tücke
Den Fisch betrügst du nicht!

1 Schubert: "Er"
2 Schubert (Nur in der zweiten Fassung): "Entsage deiner"

Source & Alternative: www.lieder.net

Création

écrit: März 1826

publié: 1828

Key: D

Schema: Strophenlied

Characteristic:

Zum Text

Textbild
Franz X. Schlechta, Gedichte

Franz Xaver Schlechta von Wschehrd war als junger Mann Schüler im gleichen Konvikt wie Franz Schubert. Beide kannten sich und Franz Schlechta war beteiligt, als Schuberts erste Auftragskomposition, eine Kantate mit dem Namen Prometeus am 24. Juli 1816 uraufgeführt wurde. In der Wiener Allgemeinen Theaterzeitung vom 27. September 1817 erschien ein Lob-Gedicht Schlechtas auf Franz Schubert zu dieser Aufführung. Es handelt sich dabei um die erste Würdigung des Komponisten in der Öffentlichkeit.

Wiener Allgemeine Theaterzeitung, 27.09.1817, S. 3

Das vorliegende Gedicht hatte Schlechta 1824 im von Hirschfeld'schen Verlage veröffentlicht. Ein Digitalisat dieser Erstausgabe seiner Gedichte kann online recherchiert werden. Das Gedicht findet sich auf Seite 115.

Zur Musik

Franz Schubert vertonte sieben Gedichte von Schlechta. In der Fischerweise D 881 vertonte Schubert die Strophen 1-4, 6-7 der Gedichtvorlage. Im Erstdruck steht in der letzten Strophe "entsage deiner Tücke". Wir haben die hier veröffentlichte Aufnahme der zweiten Version mit dieser textlichen Abweichung aufgenommen.

Das Lied erklang in Schuberts einzigem öffentlichen Konzert am 26. März 1828 im Musikverein anstelle von Der Wanderer an den Mond. Das Programm zu diesem Konzert wurde in der Zeitschrift Der Sammler am 25. März 1828 komplett abgedruckt:

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Ein Digitalisat des Autographs der ersten Fassung kann online recherchiert werden.

Die Veröffentlichung der ersten Fassung 1895 geschah im Rahmen der Alten Gesamtausgabe (AGA).

Den Erstdruck der zweiten Fassung als op. 96 besorgte das Lithografische Institut Wien unter Franz v. Schober.
Die Sterne D 939
Jägers Liebeslied D 909
Wanderers Nachtlied D 768
Fischerweise D 881

Ein Digitalisat ist in der Österreichischen Nationalbibliothek verfügbar.

Deckblatt opus 96

In Musik gesetzt für eine Singstimme mit Begleitung des Piano-Forte und Jhrer fürstl. Gnaden der Frau Fürstin v. Kinsky. geb. Freyinn v. Kerpen, Sternkreuz-Ordens-Dame, Dame du Palais ihrer Majestät der Kaiserin und Obersthofmeisterin ihrer k.k. Hoheit der Durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Sophie in tiefester Ehrfurcht geweiht von Franz Schubert.

Geschrieben von: Peter Schöne

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