Compositeur: Franz Schubert (1797-1828)
Poéte: Johann Mayrhofer (1787-1836)

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Interprété par: Peter Schöne - Bariton / Olga Monakh - Piano
Enregistré: lundi 9 novembre 2015 - Berlin



Paroles et informations sur d'autres compositions

Zu meinen Füßen [wiegst]1 du dich
O heimatliches Meer!
[Ich rufe dir:]2 Triumph! Triumph!
[Und schwinge Schild]3 und Speer.

Mycene ehrt als König mich,
Beut meinem Wirken Raum,
Und über [meinen]4 Scheitel saus't
Des Lebens [reicher]5 Baum.

Mit morgendlichen Rosen schmückt
Der Frühling meine Bahn,
Und auf der Liebe Wellen schwebt
Dahin [der leichte]6 Kahn.

Diana naht! o Retterin,
Erhöre du mein Fleh'n!
Laß mich - das Höchste [ward mir ja]7 -
[Nun zu den]8 Vätern geh'n!

1 Schubert: "brichst"
2 Schubert: "Und murmelst sanft."
3 Schubert: "Ich schwinge Schwert"
4 Schubert: "meinem"
5 Schubert: "goldner"
6 Schubert: "mein leichter"
7 Schubert: "wurde mir"
8 Schubert: "Zu meinen"

Source & Alternative: www.lieder.net

Création

écrit: septembre 1820

publié: 21. avril 1831

Key: CDur

Schema: durchkomponiert

Characteristic:

Zum Text

Textbild
Johann Mayrhofer

Das Gedicht Der entsühnte Orest wurde 1843 in einem von Ernst Freiherr v. Feuchtersleben in Wien beim Verlag Ignaz Klang herausgegebenen Gedichtband Mayrhofers (neue Fassung) veröffentlicht. Ein Digitalisat dieser Erstausgabe der Gedichte Mayrhofers liegt in der Österreichischen Nationalbibliothek. Es kann online studiert werden. Das Gedicht findet sich auf Seite 288. Es steht in einer Sammlung mit der Überschrift VI. Episch. 9

Auf der Seite lieder.net kann man nachlesen, dass Schubert die Gedichte Mayrhofer's üblicherweise als Handschrift erhielt. Dadurch erklären sich auch die vielen Änderungen zur Druckversion des Textes.

Über die mythologische Geschichte des Orest kann man sich auf Wikipedia.org informieren. Das Gedicht beschreibt die Rückkehr des Orest, nachdem er auf Tauris durch seine Taten ganz von den Erinnyen befreit und entsühnt wurde. Diese hatten ihn befallen, nachdem er seine Mutter Klytaimnestra getötet hatte. Es steht inhaltlich in Zusammenhang mit dem Gedicht Der landende Orest (Orest auf Tauris) D 548. 10

Zur Musik

Mayrhofer war ein enger Freund Franz Schuberts und wohnte drei Jahre von 1819-1821 gemeinsam mit ihm in einer Wohngemeinschaft. Er schreibt am 23. Februar 1829 im Neuen Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst in seinen Erinnerungen an Franz Schubert:

"Mein Verhältniß mit Franz Schubert wurde dadurch eingeleitet, daß ihm ein Jugendfreund das Gedicht „am See" – es ist das vierte in dem bei Volke 1824 erschienenen Bändchen – zur Komposition übergab. An des Freundes Hand betrat 1814 Schubert das Zimmer, welches wir 5 Jahre später gemeinsam bewohnen sollten. Es befindet sich in der Wipplingerstraße (heute Nr.2).
(...)
Dieses Grundgefühl, und die Liebe für Dichtung und Tonkunſt machten unser Verhältniß inniger; ich dichtete,er komponierte, was ich gedichtet, und wovon Vieles seinen Melodien Entstehung, Fortbildung und Verbreitung verdankt." 11

Dieser engen Beziehung verdanken wir 47 Gedichtvertonungen durch Schubert.

Franz Schubert war 23 Jahre alt, als er dieses Lied schrieb.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Die Erstveröffentlichung besorgte A. Diabelli & Co als elfte Nachlass-Lieferung 12

Orest auf Tauris D 548
Der entsühnte Orest D 699
Philoctet D 540
Freiwilliges Versinken D 700

Gedichte von J. Mayrhofer. In Musik gesetzt für eine Singstimme mit Begleitung des Piano=Forte von Franz Schubert.

Aus der amtlichen Wiener Zeitung vom 21. April 1831: 13


SOURCE

9 Österreichische Nationalbibliothek - Digitalisierte Sammlungen, Gedichte von Johann Mayrhofer, Wien, Verlag von Ignaz Klang, 1843, Sig. 71.Bb.5.(Vol.2)

10 Seite „Orestes“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18. Oktober 2018, 13:41 UTC

11 Österreichische Nationalbibliothek, Digitalisierte Sammlungen, Neues Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst, Sig. 392789-C.20.21

12 Österreichische Nationalbibliothek - Digitalisierte Sammlungen, Ant. Diabelli und Comp., 1831 Erstdruck Nachlass 11, Sig. SH.Schubert.530

13 Österreichische Nationalbibliothek, Digitalisierte Sammlungen, ANNO, Österreichisch-kaiserliche privilegierte Wiener Zeitung Jhg. 1831, Ausgabe vom 21. April, Seite 5

Deutsch, Otto Erich. Franz Schubert: Thematisches Verzeichnis seiner Werke in chronologischer Folge, Bärenreiter 1967, S.410


Geschrieben von: Peter Schöne

Partition

Friedlaender Bd. V » 42

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