Compositeur: Franz Schubert (1797-1828)
Poéte: Friedrich von Schiller (1759-1805)

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Interprété par: Peter Schöne - Bariton / Holger Berndsen - Piano
Enregistré: dimanche 8 avril 2018 - Nürnberg



Paroles et informations sur d'autres compositions

Horch - wie Murmeln des empörten Meeres,
Wie durch hohler Felsen Becken weint ein Bach,
Stöhnt dort [dumpfigtief ein]1.1 schweres, leeres,
Qualerpreßtes Ach!

Schmerz verzerret
Ihr Gesicht, Verzweiflung sperret
Ihren Rachen fluchend auf.
Hohl sind ihre Augen - ihre Blicke
Spähen bang nach des Kozytus Brücke,
Folgen thränend seinem Trauerlauf.

Fragen sich einander ängstlich leise:
Ob noch nicht Vollendung sey? -
Ewigkeit schwingt über ihnen Kreise,
Bricht die Sense des Saturns entzwei.

1.1 Schubert (D.583): "dumpfig tief ein"

Source & Alternative: www.lieder.net

Création

écrit: septembre 1817

publié: 27. Oktober 1823

Key: cMoll

Schema: durchkomponiert

Characteristic:

Zum Text

Textbild
Anthologie auf das Jahr 1782
Johann Benedict Metzler

Friedrich Schiller veröffentlichte sein Gedicht erstmals unter dem Pseudonym Y. in der Anthologie auf das Jahr 1782, Herausgegeben bei Johann Benedict Metzler in Stuttgart. Diese Veröffentlichung kann online auf wikimedia.org angesehen werden. 2.1

Zur Musik

Schubert und Schiller sich nie begegnet, denn Schubert war erst 8 Jahre und 3 Monate alt, als Schiller starb. Dennoch hatte Schubert ein inniges Verhältnis zu den Texten und Gedichten Friedrich Schillers.
Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass Schubert 39 Texte von Schiller vertonte. Dazu zählen die ersten, uns bekannten Vertonungen ebenso wie einige der letzten, die Schubert schrieb.
Zählt man alle Fragmente und Entwürfe zusammen, die heute laut Deutschverzeichnis bekannt sind, so kommt man auf nicht weniger als 77 Werke, die uns vorliegen. Die meisten entstanden in der Jugend Schuberts. Allein 66 Kompositionen in der Zeit zwischen 1811 und 1817. In dieser Zeit war Schubert zwischen 14 und 20 Jahre alt.

Schiller-Vertonungen auf dieser Homepage.

Die Gruppe aus dem Tartarus D 583 schrieb Schubert im Alter von 20 Jahren.

In der Leipziger "Allgemeinen musikalischen Zeitung" vom 24. Juni 1824 erschien eine Rezension der Lieder op. 21 - op. 24.
Diese Rezension ist als Digitalisat im Münchener Digitalisierungszentrum der Bayerischen Staatsbibliothek online verfügbar. 3.1
Der Rezensent Gottfried Wiilhelm Fink bemerkt, daß Schubert keine Lieder schreibt und auch keine schreiben will, sondern freie Gesänge, manche so frei, daß man sie allenfalls Kapricen oder Phantasien nennen kann. Er bemängelt bei Schubert die

'ungebührlich heftige Neigung, nur immer fort und fort, ruh- und rastlos zu modulieren und wieder zu modulieren, die eine wahre Krankheit der Zeit und bald zur Modulationsmanie geworden ist.'

Er führt dies an einigen Beispielen in op. 21, 22 und 23 aus, spart dabei auch nicht mit Verbesserungsvorschlägen und meint dann zum hier behandelten Op. 24 Nr. 2:

'Das einfache Schlaflied muß der Konsequenz halber nach der Mitte usw. einige desperate Modulationen erdulden.'

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Die Veröffentlichung der zweiten Fassung besorgte Sauer & Leidesdorf als op.24 4.1

Gruppe aus dem Tartarus D 583 von Fr. Schiller
Schlummerlied D 527 von Mayerhofer

Zwey Gedichte in Musik gesetzt für eine Singstimme mit Pianofortebegleitung von Franz Schubert

Aus der amtlichen "Wiener Zeitung" vom 27. Oktober 1823 4.2

Bei Sauer und Leidesdorf
k. k. privil. Kunst-, Alabaster- und Musikalienhändlern in Wien,
Kärntnerstraße Nr. 941, ist soeben neu erschienen:

Gruppe aus dem Tartarus von Fr. Schiller.
Schlummerlied von Mayrhofer.
Zwei Gedichte,

in Musik gesetzt für eine Singstimme mit Pianoforte-Begleitung
von
Franz Schubert.

24tes Werk. Preis 1 fl. 30 kr. W.W.

Unter der Presse ist und erscheint nächste Woche:
Franz Schubert, erste große Sonate für das Pianoforte zu 4 Händen. Op. 30


Geschrieben von: Peter Schöne

Partition

BA I » 142

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