Compositeur: Franz Schubert (1797-1828)
Poéte: Matthias Claudius (1740-1815)

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Interprété par: Peter Schöne - Bariton / Olga Monakh - Piano
Enregistré: lundi 9 août 2010 - Erfurt



Paroles et informations sur d'autres compositions

Der Mond ist aufgegangen,
Die goldnen Sternlein prangen
  Am Himmel hell und klar;
Der Wald steht schwarz und schweiget,
Und aus den Wiesen steiget
  Der weiße Nebel wunderbar.

Wie ist die Welt so stille
Und in der Dämmrung Hülle
  So traulich und so hold!
Als eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
  Verschlafen und vergessen sollt.

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
  Und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,
  Weil unsre Augen sie nicht sehn.

So legt euch denn, ihr Brüder,
In Gottes Namen nieder!
  Kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen
Und laß uns ruhig schlafen
  Und unsern kranken Nachbar auch!

Source & Alternative: www.lieder.net

Création

écrit: novembre 1816

publié: 1885

Key:

Schema: Strophenlied

Characteristic:

Zum Text

Gedicht

Illustration von Ludwig Richter
(1856)

Das Gedicht von Matthias Claudius erschien unter dem Titel Abendlied im Wandsbecker Bothen (ASMUS omnia sua SECUM portans, oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen 1774, IVter Theil, S. 57). Der Erstdruck dieser Veröffentlichung kann online recherchiert werden.
Es findet sich auch im Musenalmanach für 1779 auf Seite 185, herausgegeben von Johann Heinrich Voss. Es entstand vermutlich gegen 1774 in Wandsbeck und ist eines der bekanntesten Gedichte der deutschen Literaturgeschichte.

Zur Musik

Das Lied entstand 1816 auf den bekannten Text von Matthias Claudius. Anders als das bekannte Volkslied im 4/4-Takt, dass besser bekannt ist unter dem Titel "Der Mond ist aufgegangen", steht Schuberts Vertonung im 6/8-Takt. Mit der daraus resultierenden, wiegenden Melodie und der ruhig dahin fließenden Achtelbegleitung des Klaviers gelingt Schubert ein beschauliches, stimmiges Abendbild. Besonderheiten sind das Nachspiel mit den angetupften Bässen in der linken Hand des Klaviers und der verdeckte Kontrapunkt in den Begleitungsachteln der rechten Hand.

Schubert schrieb im Jahr 1816 unter anderem die verschollene Prometheus-Kantate, die beiden Sinfonien Nr. 4 c-Moll (die Tragische) und Nr. 5 B-Dur sowie die Messe Nr. 4 C-Dur.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Laut thematischem Katalog von Otto Erich Deutsch ist das Manuskript verschollen. Es soll sich ca. 1850 bei Ludwig Landsberg in Rom befunden haben. Eine Abschrift befindet sich laut dieser Quelle in der Sammlung Witteczek-Spaun. In dieser Abschrift verwendet Schubert nur die ersten fünf Strophen des siebenstrophigen Gedichts. Die Erstveröffentlichung besorgte der Verlag C.F.Peters im Jahr 1885 in der von Max Friedlaender herausgegebenen Sammlung Schubertscher Lieder Band VII - Nr. 13. Dort soll das Lied laut Otto Erich Deutsch abweichend mit Dezember 1816 als Entstehungszeitraum datiert worden sein.


SOURCE

Wikipedia

MDZ München

Deutsch, Otto Erich. Franz Schubert: Thematisches Verzeichnis seiner Werke in chronologischer Folge, Bärenreiter 1967, S.293


Geschrieben von: Peter Schöne

Partition

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