Composer: Franz Schubert (1797-1828) Author: Christoph Johann Anton Kuffner (1780-1846)

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Artists: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Recorded: Wednesday, 04 February 2009 - Erfurt



heutige Schreibweise

   Glaube, hoffe, liebe!
   Hältst du treu an diesen Dreien,
   Wirst du nie dich selbst entzweien,
   Wird dein Himmel nimmer trübe.

Glaube fest an Gott und Herz!
Glaube schwebet himmelwärts.
Mehr noch als im Sternrevier,
Lebt der Gott im Busen dir,
Wenn auch Welt und Menschen lügen,
Kann das Herz doch nimmer trügen.

Hoffe dir Unsterblichkeit,
Und hienieden beß're Zeit!
Hoffnung ist ein schönes Licht,
Und erhellt den Weg der Pflicht.
Hoffe, aber fordre nimmer!
Tag wird mählig, was erst Schimmer.

Edel liebe, fest und rein!
Ohne Liebe bist du Stein.
Liebe läutre dein Gefühl,
Liebe leite dich ans Ziel!
Soll das Leben glücklich blühen,
Muß der Liebe Sonne glühen.

   Willst du nie dich selbst entzweien,
   Halte treu an diesen Dreien!
   Daß nichts deinen Himmel trübe:
   Glaube, hoffe, liebe!

historische Schreibweise

   Glaube, hoffe, liebe!
   Hältst du treu an diesen Dreyen,
   Wirst du dich nie selbst entzweyen,
   Wird dein Himmel nimmer trübe.

Glaube fest an Gott und Herz!
Glaube schwebet himmelwärts.
Mehr noch, als im Sternrevier
Lebt der Gott im Busen dir.
Wenn auch Welt und Menschen lügen,
Kann das Herz doch nimmer trügen.

Hoffe dir Unsterblichkeit,
Und hienieden bess're Zeit!
Hoffnung ist ein schönes Licht,
Und erhellt den Weg der Pflicht.
Hoffe, aber fordre nimmer!
Tag wird mählig, was erst Schimmer.

Liebe edel, fest und rein!
Ohne Liebe bist du Stein.
Liebe läutre dein Gefühl,
Liebe leite dich an's Ziel!
Soll das Leben glücklich blühen,
Muß der Liebe Sonne glühen.

   Willst du dich nie selbst entzweyen,
   Halte treu an diesen Dreyen!
   Daß nichts deinen Himmel trübe:
   Glaube, hoffe, liebe!

historische Schreibweise

   Glaube, hoffe, liebe!
   Hältst du treu an diesen Dreyen,
   Wirst du nie dich selbst entzweyen,
   Wird dein Himmel nimmer trübe.

Glaube fest an Gott und Herz!
Glaube schwebet himmelwärts.
Mehr noch, als im Sternrevier
Lebt der Gott im Busen dir.
Wenn auch Welt und Menschen lügen,
Kann das Herz doch nimmer trügen.

Hoffe dir Unsterblichkeit,
Und hienieden bess're Zeit!
Hoffnung ist ein schönes Licht,
Und erhellt den Weg der Pflicht.
Hoffe, aber fordre nimmer!
Tag wird mählig, was erst Schimmer.

Edel liebe, fest und rein!
Ohne Liebe bist du Stein.
Liebe läutre dein Gefühl,
Liebe leite dich an's Ziel!
Soll das Leben glücklich blühen,
Muß der Liebe Sonne glühen.

   Willst du [dich nie]1 selbst entzweyen,
   Halte treu an diesen Dreyen!
   Daß nichts deinen Himmel trübe:
   Glaube, hoffe, liebe!

1 Manuskript: nie dich

Sources & alternative Compositions: www.lieder.net

Creation

Written: August 1828

Published: 06. Oktober 1829

Key: E♭-Major

Schema: A-B-A'

Characteristic:

Zum Text

Textbild
Portrait des Wiener Schriftstellers Christoph Kuffner mit seinem Buch Hesperidenhain der Romantik
Eduard Ritter (1808–1853)

Christoph Johann Anton Kuffners Gedicht Glaub', Hoffnung und Liebe wurde 1815 in Selam. Ein Almanach für Freunde des Mannigfaltigen, herausgegeben von Ignaz Franz Castelli, Vierter Jahrgang 1815, Wien, gedruckt bei Anton Strauß veröffentlicht.

Digitalisat der Erstveröffentlichung in der Österreichischen Nationalbibliothek S. 269f.

Glaube, Liebe und Hoffnung sind die drei christlichen Tugenden. Im Hohelied der Liebe 1. Korinther 13, 13 findet sich das berühmte Bibelzitat

"Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen."

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Das Manuskript liegt in der Österreichischen Nationalbibliothek. Es kann online studiert werden.

Die Erstveröffentlichung besorgte A. Diabelli & Co. VN 2905 als Opus 97 4.1

Glaube, Hoffnung und Liebe. Gedicht von Christ: Kuffner D 955

Für eine Singstimme, mit Begleitung des Piano-Forte, in Musik gesetzt von Franz Schubert

Aus der amtlichen Wiener Zeitung vom 06. Oktober 1828 4.2


Geschrieben von: Peter Schöne

Score

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Source of score imslp.org: Glaube, Hoffnung und Liebe.pdf