Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Wir empfehlen Ihnen, die Lieder mit einem Kopfhörer anzuhören!

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Holger Berndsen - Piano
Aufnahme: Montag, 07. September 2015 - München



Liedtext

Über allen Gipfeln
Ist Ruh',
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die [Vögelein]1 schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.

1 Schubert: "Vöglein"

Quelle(n) & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: September 1822

Veröffentlichung (angezeigt): 23. Juni 1827

Originaltonart: B

Liedform: durchkomponiert

Besonderheiten:

Zum Text

Über allen Gipfeln ist Ruh wurde von Goethe wahrscheinlich am Abend des 6. September 1780 mit Bleistift an die Holzwand der Jagdaufseherhütte auf dem Kickelhahn bei Ilmenau geschrieben.

Dieses Gedicht gehört zu Goethes berühmtesten Gedichten und ist untrennbar mit dem auf gleicher Seite veröffentlichten Gedicht Wandrers Nachtlied verbunden. Man geht davon aus, dass es sich um ein autobiografisches Gedicht handelt und Goethe sich selbst mit dem Wandrer meinte.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Die Erstveröffentlichung geschah am 23.06.1827 gemeinsam mit Trost im Liede D 546 als Beilage in der Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode. Ein Digitalisat dieser Zeitung findet man in der Österreichischen Nationalbibliothek. Leider ist bei der Digitalisierung das Liedblatt nicht auseinander gefaltet worden. Aber man kann ein Digitalisat dieser Liedblattseite auch auf den Seiten der Harvard Library finden.

Den Erstdruck als op. 96 besorgte das Lithografische Institut Wien unter Franz v. Schober.
Die Sterne D 939
Jägers Liebeslied D 909
Wanderers Nachtlied D 768
Fischerweise D 881

Der Erstdruck ist als Digitalisat in der Österreichischen Nationalbibliothek verfügbar.

Deckblatt opus 96

In Musik gesetzt für eine Singstimme mit Begleitung des Piano-Forte und Jhrer fürstl. Gnaden der Frau Fürstin v. Kinsky. geb. Freyinn v. Kerpen, Sternkreuz-Ordens-Dame, Dame du Palais ihrer Majestät der Kaiserin und Obersthofmeisterin ihrer k.k. Hoheit der Durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Sophie in tiefester Ehrfurcht geweiht von Franz Schubert.

Ein weiteres Mal wurde es veröffentlicht als op. 101,4 in: Vier Lieder.
Im Frühling D 882,
Trost im Liede D 546,
Der blinde Knabe D 833,
Wanderers Nachtlied "Ueber allen Gipfeln ist Ruh" D 768,
mit Begleitung des Pianoforte in Musik gesetzt von Franz Schubert. Op. H. A. Probst, Leipzig, angezeigt 12.12.1828


Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Erstdruck

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Originalversion des Liedes

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