Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Friedrich von Schiller (1759-1805)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Aufnahme: Donnerstag, 05. Februar 2009 - Berlin



Liedtext

Wo ich sei, und wo mich hingewendet, Als mein flüchtiger Schatten dir entschwebt? Hab' ich nicht beschlossen und geendet, Hab' ich nicht geliebet und gelebt? Willst du nach den Nachtigallen fragen, Die mit seelenvoller Melodie Dich entzückten in des Lenzes Tagen? Nur so lang' sie liebten, waren sie. Ob ich den Verlorenen gefunden? Glaube mir, ich bin mit ihm vereint, Wo sich nicht mehr trennt, was sich verbunden, Dort, wo keine Träne wird geweint. Dorten wirst auch du uns wieder finden, Wenn dein Lieben unserm Lieben gleicht; Dort ist auch der Vater, frei von Sünden, Den der blut'ge Mord nicht mehr erreicht. Und er fühlt, daß ihn kein Wahn betrogen, Als er aufwärts zu den Sternen sah; Denn, wie jeder wägt, wird ihm gewogen, Wer es glaubt, dem ist das Heil'ge nah. Wort gehalten wird in jenen Räumen Jedem schönen, gläubigen Gefühl; Wage du zu irren und zu träumen, Hoher Sinn liegt oft [in kind'schem]1 Spiel.

Quelle(n) & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: 22. August 1813

Veröffentlichung (angezeigt): 1868

Originaltonart: G-Dur

Besonderheiten:

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Ein Autograph des Liedes liegt in der Staatsbibliothek zu Berlin - preussischer Kulturbesitz. Das Digitalisat kann online recherchiert werden.

Die Erstveröffentlichung der Zweiten Fassung besorgte Wilhelm Müller, Verlagsnummer 13, Berlin 1868, Ed. Franz Espagne in den Sechs bisher ungedruckte Lieder von Franz Schubert. Nach der in der Königl. Bibliothek zu Berlin vorhandenen Original-Handschrift herausgegeben. (Gesang, Klavier.) 4.2

Es erschien gemeinsam mit
Sehnsucht D 52
Thekla eine Geisterstimme D 73
An den Mond D 296
An die Entfernte D 765
Romanze. Rosalia von Mortimer D 114
Abendlied der Fürstin D 495


Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Link zum Manuskript
schubertmanu