Komponist: Franz Schubert (1797-1828) Textdichter: Josephine Freiin von Münk (1798 - 1843)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Olga Monakh - Piano
Aufnahme: Sonntag, 26. Juni 2011 - Erfurt


Liedtext

heutige Schreibweise

In düst'rer Nacht,
Wenn Gram mein fühlend Herz umziehet,
Des Glückes Sonne mir [entfliehet]1.1,
Und ihre Pracht;
Da leuchtet fern
[Im feurig wonniglichen]1.2 Glanze,
Wie in der Liebe Strahlenkranze
Ein holder Stern.

Und ewig rein
Lebt unter Wonne, unter Schmerzen,
Im treuen liebevollen Herzen
Sein Wiederschein;
So hold und mild
Wird unter tröstenden Gestalten
Auch in der Ferne mich umwalten
Dein Zauberbild.

1.1 Schubert (Erstdruck 1842): "entweicht"
1.2 Schubert (Erstdruck 1842): "In feurig wonniglichem"

Zum Text

Josephine Freiin von Münk, geb. Holzmeister veröffentlichte ihr Gedicht Blondel zu Marien in der Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode am 04.07.1818 als Teil ihrer Erzählung Die Freunde. 2.1

Sterbebucheintrag Josepha Münk 5. September 1843

Das es sich bei der Autorin nicht wie früher vermutet um Josefine Perin von Gradenstein handelt, ist im 34. Band des biographischen Lexikons des Kaiserthums Österreich (60 Bände, 1856-91) von Constantin Wurzbach auf Seite 133 nachzulesen. 2.2

Textbild
Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode

Zur Musik

komponiert: September 1818

Veröffentlichung (angezeigt): 23. Juni 1842

Originaltonart: es-Moll

Liedform: Strophenlied

Besonderheiten:

Im Herbst 1821 hielt sich Schubert für längere Zeit in St. Pölten auf. Franz v. Schober hatte ihn dorthin mitgenommen, denn ein Verwandter Schobers hatte dort den Bischofsstuhl inne.
Wie Schober berichtete, gab es eine Schubertiade in der Wohnung von Familie von Münk (Rathausgasse 2):

"Schubertiaden waren ein paar beim Bischof und eine bei dem Freiherrn Münk, bei dem der anwesende Adel, eine Fürstin, zwei Gräfinnen und drei Freiinnen aufs nobelste entzückt waren" 3.1

Von Josephine von Münks Gedichten vertonte Schubert nur Blondel zu Marien.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Die Erstveröffentlichung besorgte A. Diabelli und Comp. Wien, VN 7412, als Nachlass-Lieferung 34 4.1

Auflösung Gedicht von Mayrhofer D 807
Blondel zu Marien D 626

In Musik gesetzt für eine Singstimme mit Begleitung des Piano-Forte von Franz Schubert.

Aus der amtlichen Wiener Zeitung vom 23. Juni 1842: 4.2

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 05, Nr. 343

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 12

Friedländer Bd. V » 200

Originalversion des Liedes

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Quelle(n)

2.1 Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode Wien Verlag Gerold Jhg. 1818, Ausgabe vom 4. Juli

2.2 Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich (60 Bände, 1856-91), Bd. 34, k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien, 1877

3.1 Schubert, Walter Dahms, Verlag Schuster&Loeffler, Berlin, 1818. S.121

4.1 Österreichische Nationalbibliothek - Digitalisierte Sammlungen, Ant. Diabelli und Comp., 1842 Erstdruck Nachlass 34, Sig. SH.Schubert.568

4.2 Österreichische Nationalbibliothek, Digitalisierte Sammlungen, ANNO, Österreichisch-kaiserliche privilegierte Wiener Zeitung Jhg. 1842, Ausgabe vom 23. Juni, Seite 6

Deutsch, Otto Erich. Franz Schubert: Thematisches Verzeichnis seiner Werke in chronologischer Folge, Bärenreiter 1967, S.363

Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Blondel zu Marien.pdf

Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net

Geschrieben von: Peter Schöne

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