Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Wir empfehlen Ihnen, die Lieder mit einem Kopfhörer anzuhören!

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Aufnahme: Mittwoch, 16. Juli 2008 - Berlin



Liedtext

Im Felde schleich ich, still und wild,
Gespannt mein Feuerrohr.
Da schwebt so licht dein liebes Bild,
Dein süßes Bild mir vor.

Du wandelst jetzt wohl still und mild
Durch Feld und liebes Tal,
Und ach, mein schnell verrauschend Bild,
Stellt sich dir's nicht einmal?

Des Menschen, der die Welt durchstreift
Voll Unmut und Verdruß,
Nach Osten und nach Westen schweift,
Weil er dich lassen muß.

Mir ist es, denk' ich nur an dich,
Als in den Mond zu sehn;
Ein stiller Friede kommt auf mich,
Weiß nicht wie mir geschehn.

Quelle(n) & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: 1816

Veröffentlichung (angezeigt): 29. Mai 1821

Originaltonart: Des-Dur

Liedform: Strophenlied

Besonderheiten:

Zum Text

Der Teutsche Merkur

Das zugrundeliegende Gedicht wurde 1775/1776 von Goethe verfasst und Anfang 1776 in Der Teutsche Merkur auf Seite 8/9 unter dem Titel Jägers Nachtlied veröffentlicht. Die Literaturzeitschrift Der Teutsche Merkur wurde 1773 bis 1789 von Christoph Martin Wieland herausgegeben. Sie erschien vierteljährlich. 1

Zur Musik

Sehr interessant sind die begleitenden Bemerkungen von Mandyczewski zur ersten Bearbeitung dieses Liedes, denn er vermutet, dass Schubert diese erste Bearbeitung bereits wieder vergessen hatte, als er die hier eingespielte zweite Bearbeitung desselben Textes nur ein Jahr später schuf. Angesichts der Fülle der Lieder (1815 waren es mehr als 150) scheint diese Annahme plausibel.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Eine Reinschrift des Autographs befindet sich im Liederheft für Goethe in der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin und ist dort online abrufbar.

Die Erstveröffentlichung besorgte in Kommission Cappi und Diabelli, VN 768, Wien als op. 3 2

Schäfers Klagelied D 121
Heidenröslein D 257
Meeres Stille D 216

von Goethe. Für eine Singstimme mit Begleitung des Piano=Forte in Musik gesetzt, und dem Wohl-gebohrnen Herrn Herrn Ignaz Edlen von Mosel hochachtungsvoll gewidmet von Franz Schubert. 3tes Werk.
Diese Veröffentlichung kann online eingesehen werden.

Deckblatt opus 3

Aus der amtlichen Wiener Zeitung vom 29. Mai 1821 3

Wiener Zeitung 1821 05 29

"Bey Cappi und Diabelli,
Kunst- und Musikhändler, Am Graben 1133
ist neu erschienen und zu haben:
Der Wanderer
von
Schmidt v. Lübeck.
Morgenlied von Werner, und Wanderers Nachtlied von Goethe.
Für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte in Musik gesetzt von Franz Schubert.
4tes Werk. Preis 1fl.30fr. W.W.
Schäfers Klagelied, Heidenröslein, Jägers Abendlied und Meeresstille, von Goethe.
Für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte in Musik gesetzt von Franz Schubert. 3tes Werk. Pr. 1fl. 30fr.
Durch die so häufige Nachfrage findet sich die Verlagshandlung veranlaßt, den Freunden des deutschen Liedes auch diese zwey Hefte vorzulegen. Schon die Wahl der Gedichte beweist das poetische Gemüth des Tonsetzers; aber die Art, mit welcher er dichterische Meisterwerke auffaßt und musikalisch wiedergibt, verbürgt das ausgezeichnete Genie des jungen Künstlers."


Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 04 , Nr. 262

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 01

Friedländer Bd. I » 228

Bärenreiter Urtext I » 19

Link zum Manuskript
schubertmanu

Erstdruck

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Originalversion des Liedes

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