Komponist: Franz Schubert (1797-1828) Textdichter: Johann Gottfried Kumpf (1781-1862)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Olga Monakh - Piano
Aufnahme: Mittwoch, 15. Mai 2013 - Berlin

Liedtext

Sei mir gegrüßt, o Mai! mit deinem Blütenhimmel,
Mit deinem Lenz, mit deinem Freudenmeer;
Sei mir gegrüßt, du fröhliches Gewimmel
Der neu belebten Wesen um mich her!

Dein Götterhauch durchströmt das düstre Grau der Lüfte,
Und schnell begrünt sich Berg und Tal und Au.
Es wehen schmeichelnd linde Balsamdüfte,
Es lachet hell des Äthers klares Blau.

Der Erde Puls erwacht, des Lebens öde Hallen
Bekleiden sich mit frischem Silberglanz;
Zu dir, zu deinem Freudentempel, wallen
Die jüngsten Horen mit dem Blütenkranz.

Die Schwalbe kömmt, die Lerche wirbelt süße Lieder,
Der Waldstrom rauscht aus grüner Nacht hervor;
Und jeder Ton und jeder Klang kehrt wieder
Zum Jubellaut im Harmonienchor.

Ach, lange war ich fern vom stillen Heimatstale,
Wo sich so schön dein üpp'ger Strom ergießt;
Doch schöpfen will ich jetzt die volle Schale,
Vom Borne, der in seinem Schoße fließt.

Zwar blüht der Öhlbaum dort, die Mandel, Pomeranze,
Die Traube schmeckt so süß am Meeresstrand;
Das Leben gleitet sanft im leichten Tanze,
Und freier schlägt das Herz im wärmern Land.

Doch lieblich blüht auch nun die zarte Aprikose,
Und warme Herzen zeugt mein Vaterland,
Und hoch entzückt mich unsre spät're Rose,
Gepflückt von Silli's treuer Lilienhand.

An deine Brust, Natur! laß mich vertrauend sinken,
Erfrische mir den reinen Lebensmut;
In vollen Zügen will ich Frohsinn trinken,
Und neu durchströme mich der Freude Glut.

Sei mir gegrüßt, o Mai! mit deinem Freudenmeere,
Mit deiner Lust, mit deiner Blumenpracht;
Du schöner Jüngling, trockne jede Zähre,
Erhelle jede dunkle Schicksalsnacht!

Sei mir gegrüst, o Mai! mit deinem Blüthenhimmel,
Mit deinem Lenz, mit deinem Freudenmeer;
Sei mir gegrüßt, du fröhliches Gwimmel
Der neu belebten Wesen um mich her!

Dein Götterhauch durchströmt das düstre Grau der Lüfte,
Und schnell begrünt sich Berg und Thal und Au.
Es wehen schmeichelnd linde Balsamdüfte,
Es lachet hell des Aethers klares Blau.

Der Erde Puls erwacht, des Lebens öde Hallen
Bekleiden sich mit frischem Silberglanz;
Zu dir, zu deinem Freudentempel wallen
Die jüngsten Horen mit dem Blüthenkranz.

Die Schwalbe kömmt, die Lerche wirbelt süsse Lieder,
Der Waldstrom rauscht aus grüner Nacht hervor:
Und jeder Ton und jeder Klang kehrt wieder
Zum Jubellaut im Harmonienchor.

Ach! lange war ich fern vom stillen Heimathsthale,
Wo sich so schön dein üpp'ger Strom ergiest;
Doch schöpfen will ich jetzt die volle Schale,
Vom Borne, der in seinem Schooße fliest.

Zwar blüht der Oelbaum dort, die Mandel, Pomeranze,
Die Traube schmeckt so süß am Meeresstrand;
Das Leben gleitet sanft im leichten Tanze,
Und freier schlägt das Herz im wärmern Land.

Doch lieblich blüht auch uns die zarte Aprikose,
Und warme Herzen zeugt mein Vaterland,
Und hoch entzückt mich unsre spät're Rose,
Gepflückt von Silli's treuer Lilienhand.

An deine Brust, Natur! laß mich vertrauend sinken,
Erfrische mir den reinen Lebensmuth;
In vollen Zügen will ich Frohsinn trinken,
Und neu durchströme mich der Freude Glut.

Sei mir gegrüßt, o Mai! mit deinem Freudenmeere,
Mit deiner Lust, mit deiner Blumenpracht;
Du schöner Jüngling, trockne jede Zähre,
Erhelle jede dunkle Schicksalsnacht!

Erstdruck

Sey mir gegrüßt, o Mai! mit deinem Blüthenhimmel,
Mit deinem Lenz, mit deinem Freudenmeer;
Sey mir gegrüßt mit deinem fröhlichen Gewimmel
Der neu belebten Wesen um mich her!

Strophe 1 nach dem Manuskript

Zum Text

Johann Gottfried Kumpfs Gedicht Mein Grus an den Mai erschien erstmals in Carinthia. Ein Wochenblatt zum Nutzen und Vergnügen 1812, Ausgabe Nr. 19, S.3

Zur Musik

komponiert: 15. Oktober 1815

Veröffentlichung (angezeigt): 1895

Originaltonart: B-Dur

Liedform: Strophenlied

Besonderheiten:

Franz Schubert vertonte zwei Gedichte von Johann Gottfried Kumpf.
Der Mondabend D 141
Mein Gruß an den Mai D 305

Beide schrieb er im Alter von 18 Jahren.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Ein Manuskript des Liedes liegt in der Österreichischen Nationalbibliothek. Es kann online recherchiert werden

Die Veröffentlichung besorgte EusebiusMandyczewski im Rahmen der Alten Gesamtausgabe 1895 Serie XX, Bd. 3 Nr. 153.

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 03, Nr. 153

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 09

Bärenreiter Urtext VIII » 89

Link zum Manuskript
schubertmanu

Originalversion des Liedes

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Transposition für tiefe Stimme

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Deutsch, Otto Erich. Franz Schubert: Thematisches Verzeichnis seiner Werke in chronologischer Folge, Bärenreiter 1967, S.185

Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Mein Gruß an den Mai.pdf

Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net

Geschrieben von: Peter Schöne

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