Komponist: Franz Schubert (1797-1828) Textdichter: Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803)

Wir empfehlen Ihnen, die Lieder mit einem Kopfhörer anzuhören!

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Holger Berndsen - Piano
Aufnahme: Samstag, 07. März 2015 - Würzburg

Liedtext

heutige Schreibweise

 Wenn der Schimmer von dem Monde nun herab
In die Wälder sich ergießt, und Gerüche
Mit den Düften von der Linde
In den Kühlungen wehn:

  So umschatten mich Gedanken an das Grab
Meiner Geliebten, und ich seh' im Walde
Nur es dämmern, und es weht mir
Von der Blüte nicht her.

  Ich genoß einst, o ihr Toten, es mit euch!
Wie umwehten uns der Duft und die Kühlung,
Wie verschönt warst von dem Monde,
Du, o schöne Natur!

Zum Text

Klopstock schrieb sein Gedicht Die Sommernacht im Jahr 1766 mit 42 Jahren. Es wurde 1771 in Hamburg bei Johann Joachim Christoph Bode veröffentlicht. Auf Seite 161 kann man es als Digitalisat online studieren2.1

In Wien wurden die Gedichte Friedrich Gottlieb Klopstocks 1784 von Johann Thomas Edler von Trattnern veröffentlicht. Ein Digitalisat dieses Erstdrucks kann online auf den Seiten der Universität Graz recherchiert werden. Das Gedicht findet sich auf Seite 218f. 2.2

Textbild
Portrait of Friedrich Gottlieb Klopstock
etwa 1779
Jens Jørgensen Juel

Zur Musik

komponiert: 14. September 1815

Veröffentlichung (angezeigt): 1895

Originaltonart: C-Dur

Liedform: Kantate

Besonderheiten:

Franz Schubert vertonte insgesamt 16 Texte von Klopstock. Manche Stücke sind für Chor, die meisten jedoch sind Lieder. Zählt man alle Fassungen zusammen kommt man auf insgesamt 21 Klopstock- Vertonungen, die uns heute von Schubert vorliegen. Er war 18 Jahr alt, als er dieses Lied schrieb.

Die Sommernacht D 289 liegt in zwei Fassungen vor.
Erste Fassung
Zweite Fassung

Klopstock gilt als Erneuerer der deutschen Sprache und als Erschaffer neuer Versformen. Viele Komponisten haben Verse von ihm vertont. Dabei stellte Klopstock durch sein oftmals ungewöhnliches Versmaß auch ungewöhnliche Anforderungen an die Komponisten. In ihrem musikwissenschaftlichen Artikel geht Hanna Zühlke auf diese Besonderheit ein. 3.1

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Ein Digitalisat des Manuskripts zur ersten Fassung des Liedes liegt in der Staatsbibliothek zu Berlin - preussischer Kulturbesitz. Es kann online studiert werden.

Die Erstveröffentlichung der zweiten Fassung des Liedes besorgte Eusebius Mandyczewski im Rahmen der Alten Gesamtausgabe (AGA)

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 03, Nr. 143

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 09

Originalversion des Liedes

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Quelle(n)

2.1 Klopstock, Friedrich Gottlieb, Oden, Hamburg, 1771, S. 161. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/klopstock_oden_1771/169>, abgerufen am 18.02.2019.

2.2 Klopstock, Friedrich Gottlieb, Oden, gedruckt bey Joh. Thomas Edlen von Trattnern, Wien 1784, Sig. 307621-B.Adl

3.1 Hanna Zühlke, Verfahren der Versvertonung in Klopstock- Liedern des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, Schott-Music GmbH, Mainz, 2016

Deutsch, Otto Erich. Franz Schubert: Thematisches Verzeichnis seiner Werke in chronologischer Folge, Bärenreiter 1967, S.177

Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Die Sommernacht - Zweite Version.pdf

Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net

Geschrieben von: Peter Schöne

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