Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Aufnahme: Dienstag, 15. Juli 2008 - Berlin



Liedtext

Sah ein Knab' ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
War so jung und morgenschön,
Lief er schnell, es nah zu sehn,
Sah's mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Knabe sprach: Ich breche dich,
Röslein auf der Heiden!
Röslein sprach: Ich steche dich,
Daß du ewig denkst an mich,
Und ich will's nicht leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Und der wilde Knabe brach
's Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stach,
Half ihm doch kein Weh und Ach,
Mußt es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Quelle(n) & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: 19. August 1815

Veröffentlichung (angezeigt): 29. Mai 1821

Originaltonart: G-Dur

Liedform: Strophenlied

Besonderheiten:

Zum Text

Textbild
Friederike Brion

In der Zeit um 1770 befand sich der junge Johann Wolfgang von Goethe in Straßburg, um seine Rechtsstudien abzuschließen und den juristischen Doktorgrad zu erlangen. In dieser Zeit begegnete er Friederike Brion, mit der er eine kurze und heftige Liebesbeziehung hegte. Dieser Liebesbeziehung verdanken wir die sogenannten Sesenheimer Lieder Goethes, unter denen sich auch das Heidenröslein findet.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Eine Reinschrift des Manuskripts ist in der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin online verfügbar.

Die Erstveröffentlichung besorgte Cappi und Diabelli als op. 3 Nr. 3 

Schäfers Klagelied D 121
Jägers Abendlied D 368
Heindenröslein
Meeres Stille D 216

Für eine Singstimme mit Begleitung des Piano-Forte in Musik gesetzt
und dem wohlgebohrnen Herrn Herrn Ignaz Edlen von Mosel
k.k. wirkl. Hofrath und Vice-Director der k.k. Hoftheater
hochachtungsvoll gewidmet
von
Franz Schubert

Deckblatt opus 3

Aus der amtlichen Wiener Zeitung vom 29. Mai 1821

Wiener Zeitung 1821 05 29

"Bey Cappi und Diabelli,
Kunst- und Musikhändler, Am Graben 1133
ist neu erschienen und zu haben:
Der Wanderer
von
Schmidt v. Lübeck.
Morgenlied von Werner, und Wanderers Nachtlied von Goethe.
Für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte in Musik gesetzt von Franz Schubert.
4tes Werk. Preis 1fl.30kr. W.W.
Schäfers Klagelied, Heidenröslein, Jägers Abendlied und Meeresstille, von Goethe.
Für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte in Musik gesetzt von Franz Schubert. 3tes Werk. Pr. 1fl. 30kr.
Durch die so häufige Nachfrage findet sich die Verlagshandlung veranlaßt, den Freunden des deutschen Liedes auch diese zwey Hefte vorzulegen. Schon die Wahl der Gedichte beweist das poetische Gemüth des Tonsetzers; aber die Art, mit welcher er dichterische Meisterwerke auffaßt und musikalisch wiedergibt, verbürgt das ausgezeichnete Genie des jungen Künstlers."


Quelle(n)

Wiener Zeitung vom 9. Mai 1821

Deutsch, Otto Erich. Franz Schubert: Thematisches Verzeichnis seiner Werke in chronologischer Folge, Bärenreiter 1967, S.163


Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 03 , Nr. 114

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 01

Friedländer Bd. I » 182

Bärenreiter Urtext 1 » 18

Link zum Manuskript
schubertmanu

Originalversion des Liedes

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Transposition für mittlere Stimme

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Quelle imslp.org o.a.: Heidenröslein.pdf