Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Wir empfehlen Ihnen, die Lieder mit einem Kopfhörer anzuhören!

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Aufnahme: Dienstag, 16. Dezember 2008 - Berlin



Liedtext

Freudvoll
Und leidvoll,
Gedankenvoll sein;
Langen
Und bangen
In schwebender Pein;
Himmelhoch jauchzend
Zum Tode betrübt;
Glücklich allein
Ist die Seele, die liebt.

Quelle(n) & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: 3. Juni 1815

Veröffentlichung (angezeigt): 1838

Originaltonart: B-Dur

Liedform: durchkomponiert

Besonderheiten:

Zum Text

Textbild
Johann Wolfgang von Goethe im 80. Lebensjahr
Joseph Karl Stieler

Das vorliegende Gedicht stammt aus dem Trauerspiel Egmont von Goethe, welches 1788 in Leipzig bei Georg Joachim Göschen gedruckt erschien. Das Gedicht steht im 4. Aufzug auf S. 97 und wird von Klärchen gesungen. Ein Digitalisat dieses Erstdrucks liegt in der Bayerischen Staatsbibliothek und kann online recherchiert werden.

Zur Musik

Das Verhältnis zwischen Schubert und Goethe war ambivalent. Während Schubert den 47 Jahre älteren Meister verehrte, hat Letzterer ihn kaum beachtet. Obwohl Goethe einige von Schuberts vertonten Gedichte durch eine Sendung Joseph von Spauns erhielt, gelang es dem Jüngeren nicht, mit seinen Kompositionen bis zu Goethe durchzudringen. Zu fremd waren den Ohren des alten Meisters der Klassik die neuen Klänge. 3.1
1830, zwei Jahre nach Schuberts Tod, soll Goethe den Erlkönig, gesungen von Wilhelmine Schröder-Devrient gehört haben. Ob ihm tatsächlich die Komposition, oder das junge Mädchen gefallen hat, bleibt dahingestellt. 3.2

Schubert vertonte 62 Texte von Goethe, manche sogar mehrmals. Am Ende liegen uns heute fast 80 Kompositionen vor. Viele davon sind Lieder. Einige für mehrere Stimmen und Instrumente.

Schubert war 17 Jahre alt, als er dieses Lied schrieb.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Die Erstveröffentlichung besorgte A. Diabelli & Co., VN 5043, Wien 1838 als Nachlasslieferung 30 4.1

Tiefes Leid. Gedicht von Schulze. D 876
Clärchens Lied aus Egmont von Göthe. D 210
Grablied für die Mutter D 616.

In Musik gesetzt für eine Singstime mit Begleit. des Pianoforte von Franz Schubert.


Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 02, Nr. 78

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 08

Friedländer Bd. II » 236

Bärenreiter Urtext VII » 34

Erstdruck

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Originalversion des Liedes

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Quelle imslp.org o.a.: Die Liebe, Klärchens Lied.pdf