Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Heinrich Hüttenbrenner (1799-1830)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Aufnahme: Freitag, 22. Mai 2009 - Erfurt



Liedtext

Ein Jüngling auf dem Hügel
Mit seinem Kummer saß,
Wohl ward der Augen Spiegel
Ihm trüb' und tränennaß.

Sah frohe Lämmer spielen
Am grünen Felsenhang,
Sah frohe Bächlein quillen
Das bunte Tal entlang;

Die Schmetterlinge sogen
Am roten Blütenmund,
Wie Morgenträume flogen
Die Wolken in dem Rund;

Und Alles war so munter,
Und Alles schwamm in Glück,
Nur in sein Herz hinunter
Sah nicht der Freude Blick.

Ach, dumpfes Grabgeläute
Im Dorfe nun erklang,
Schon tönte aus der Weite
Ein klagender Gesang;

Sah nun die Lichter scheinen,
Den schwarzen Leichenzug,
Fing bitter an zu weinen,
Weil man sein Röschen trug.

Jetzt ließ den Sarg man nieder,
Der Totengräber kam,
Und gab der Erde wieder,
Was Gott aus selber nahm.

Da schwieg des Jünglings Klage,
Und betend ward sein Blick,
Sah schon am schönem Tage
Des Wiedersehens Glück.

Und wie die Sterne kamen,
Der Mond heraufgeschifft,
Da las er in den Sternen
Der Hoffnung hohe Schrift.

 

Quelle(n) & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: November 1820

Veröffentlichung (angezeigt): 9. Mai 1822

Originaltonart:



Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Quelle imslp.org o.a.: Der Jüngling auf dem Hügel.pdf