Komponist: Franz Schubert (1797-1828) Textdichter: Franz von Schober (1796-1882)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Aufnahme: Dienstag, 21. Juli 2009 - Erfurt


Liedtext

heutige Schreibweise

"Dort raget ein Berg aus den Wolken her,
Ihn erreicht wohl mein eilender Schritt.
Doch [dort]1.1 ragen neue, und immer mehr -
Fort, da mich der Drang noch durchglüht."

Es treibt ihn vom schwebenden Rosenlicht
Aus dem ruhigen, heitern Azur. -
Und endlich - waren's die Berge nicht,
Es war seine Sehnsucht nur.

[Und allgemach rings wird es]1.2 öd und flach,
Und doch [kam]1.3 er nimmer zurück -
O Götter! gebt mir ein Hüttendach
Im Tal, und ein friedliches Glück!1.4

1.1 ausgelassen von Schubert
1.2 Schubert: "Doch nun wird es ringsum"
1.3 Schubert: "kann"
1.4 Wiederholung bei Schubert: "O, gebt mir ein friedliches Glück"

Zum Text

Franz Schubert und Franz von Schober waren innigst miteinander befreundet. Sie wohnten ab 1818 mit einigen Unterbrechungen zusammen in Schobers Wohnung Tuchlauben 20, Landskrongasse 5 im ersten Wiener Bezirk (Ansicht vor 1905). Schober war mit vielen künstlerischen Persönlichkeiten bekannt und trug viel dazu bei, dass sich Schuberts Werk zu seinen Lebzeiten und darüber hinaus verbreitete.
Eine Ausgabe mit Gedichten Franz von Schobers erschien erst 1842 nach dem Tod von Franz Schubert bei der Cotta’schen Buchhandlung Tübingen. Ein Digitalisat dieser Ausgabe ist auf den Seiten der Österreichischen Nationalbibliothek online verfügbar. Das Gedicht steht dort auf S. 8 unter dem Titel Genügsamkeit. 2.1

Textbild
Franz von Schober

Zur Musik

komponiert: 1815

Veröffentlichung (angezeigt): 10. Juli 1829

Originaltonart: cis-Moll

Liedform: Strophenlied

Besonderheiten:

Von Schubert liegen uns heute 13 Vertonungen der Gedichte Schobers als Sololied vor. Schubert erhielt die Gedichte seines Freundes als Handschrift und setzte sie vermutlich sofort oder kurz nach ihrer Entstehung in Musik.
Das Lied Augenblicke im Elysium ging verloren, bevor es in den ersten allgemeinen Sammlungen Schubertscher Lieder Einzug halten konnte. Es findet sich lediglich ein Hinweis in der zweiten vermehrten Auflage der Gedichte Schobers (Leipzig, 1865). Dort heißt es im Untertitel zum Gedichte "Von Franz Schubert in Musik gesetzt".3.1

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Die Veröffentlichung besorgte A. Diabelli & Co. als op. post. 109 4.1

Am Bach im Frühlinge D 361
Genügsamkeit D 143
An eine Quelle D 530 von Claudius [sic!]

Aus der amtlichen Wiener Zeitung vom 10. Juli 1829: 4.2

Wiener Zeitung 1829 07 10

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 03, Nr. 181

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 07

Friedländer Bd. IV » 122

Bärenreiter Urtext VI » 46

Erstdruck

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Originalversion des Liedes

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Quelle(n)

2.1 Schober, Franz von: Gedichte. Stuttgart: Cotta'scher Verlag 1842, Österreichische Nationalbibliothek, Digitalisierte Sammlungen, Sig. 539171-B

3.1 Schober, Franz von: Gedichte, Leipzig: Verlag Weber, zweite vermehrte Auflage, 1865, S. 228

4.1 Österreichische Nationalbibliothek - Digitalisierte Sammlungen, Erstdruck op. 109, Wien, Sign: SH.Schubert.394

4.2 Österreichische Nationalbibliothek - ANNO, Digitalisierte historische Zeitungen und Zeitschriften, Wiener Zeitung, Jhg. 1829, Ausgabe vom 10. Juli

Deutsch, Otto Erich. Franz Schubert: Thematisches Verzeichnis seiner Werke in chronologischer Folge, Bärenreiter 1967, S.100

Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Genügsamkeit.pdf

Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net

Geschrieben von: Peter Schöne

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