Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Wir empfehlen Ihnen, die Lieder mit einem Kopfhörer anzuhören!

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Aufnahme: Mittwoch, 14. Januar 2009 - Berlin



Liedtext

Dem Schnee, dem Regen,
Dem Wind entgegen,
Im Dampf der Klüfte,
Durch Nebeldüfte,
Immer zu! Immer zu!
Ohne Rast und Ruh!

Lieber durch Leiden
[Möcht']1.1 ich mich schlagen,
Als so viel Freuden
Des Lebens ertragen.
Alle das Neigen
Von Herzen zu Herzen,
Ach wie so eigen
Schaffet [das]1.2 Schmerzen!

Wie soll ich [fliehen?]1.3
Wälderwärts [ziehen?]1.4
[Alles]1.5 vergebens!
Krone des Lebens,
Glück ohne Ruh,
Liebe, bist du!

1.1 Schubert (Erste Fassung): "Wollt'"
1.2 Schubert: "es"
1.3 Schubert: "flieh'n"
1.4 Schubert: "zieh'n"
1.5 Schubert: "Alles, alles"

Quelle(n) & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: Mai 1821

Veröffentlichung (angezeigt): 1970

Originaltonart: E-Dur

Liedform: durchkomponiert

Besonderheiten:

Zum Text

Textbild
Johann Wolfgang von Goethe im 80. Lebensjahr, Joseph Karl Stieler

Goethe schrieb sein Gedicht 1776 im Alter von 27 Jahren. 1789 erscheint es in Goethe's Schriften. Achter Band. Leipzig, bey Georg Joachim Göschen, S. 147f. 2.1

Zur Musik

Das Verhältnis zwischen Schubert und Goethe war ambivalent. Während Schubert den 48 Jahre älteren Meister verehrte, hat Letzterer ihn kaum beachtet. Obwohl Goethe einige seiner vertonten Gedichte durch eine Sendung von Joseph von Spaun erhielt, gelang es Schubert nicht, mit den Kompositionen bis zu Goethe durchzudringen. Zu fremd waren den Ohren des alten Meisters der Klassik die neuen Klänge. 3.1
1830, zwei Jahre nach Schuberts Tod, soll Goethe den Erlkönig, gesungen von Wilhelmine Schröder-Devrient gehört haben. Ob ihm tatsächlich die Komposition, oder das junge Mädchen gefallen hat, bleibt dahingestellt. 3.2

Schubert vertonte 62 Texte von Goethe, manche sogar mehrmals. Am Ende liegen uns heute fast 80 Kompositionen vor. Vieles davon sind Lieder. Einige für mehrere Stimmen und Instrumente.

Schubert war 23 Jahre alt, als er dieses zweite Fassung für den Baron Carl Freiherr von Schönstein erstellte.

Bei unserer Aufnahme handelt es sich leider um eine Mischfassung der beiden Fassungen. Wir werden dieses Stück gelegentlich noch einmal aufnehmen mit den korrekten Unterschieden.
Die erste Fassung finden Sie hier.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Eine Reinschrift der zweiten Fassung findet sich in der Bibliothèque nationale de France. Es ist als Digitalisat online verfügbar.

Die Erstveröffentlichung geschah im Rahmen der Neuen Gesamtausgabe 1970.

Wir haben uns entschieden auf Basis des Manuskripts eine eigene Druckausgabe zu erstellen, die hier kostenlos abgerufen werden kann.


Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Link zum Manuskript
schubertmanu

Originalversion des Liedes

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