Komponist: Franz Schubert (1797-1828) Textdichter: Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803)

Wir empfehlen Ihnen, die Lieder mit einem Kopfhörer anzuhören!

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Olga Monakh - Piano
Aufnahme: Mittwoch, 15. Mai 2013 - Berlin

Liedtext

  Im Frühlingsschatten fand ich sie,
Da band ich Sie mit Rosenbändern:
Sie fühlt' es nicht und schlummerte.

  Ich sah sie an; mein Leben hing
Mit diesem Blick an ihrem Leben:
Ich fühlt' es wohl und wußt' es nicht.

  Doch lispelt' ich ihr sprachlos zu
Und rauschte mit den Rosenbändern.
Da wachte sie vom Schlummer auf.

  Sie sah mich an; ihr Leben hing
Mit diesem Blick an meinem Leben,
Und um uns ward's Elysium.

Im Frühlings-Schatten fand ich sie;
Da band ich sie mit Rosenbändern:
Sie fühlt es nicht und schlummerte.

Ich sah sie an; mein Leben hieng
Mit diesem Blick an ihrem Leben:
Ich fühlt es wohl, und wußt es nicht.

Doch lispelt ich ihr sprachlos zu,
Und rauschte mit den Rosenbändern:
Da wachte sie vom Schlummer auf.

Sie sah mich an; ihr Leben hieng
Mit diesem Blick an meinem Leben:
Und um uns wards Elysium!

Im Frühlingsgarten fand ich sie;
Da band ich sie mit Rosenbändern:
Sie fühlt' es nicht, und schlummerte.

Ich sah sie an, mein Leben hing
Mit diesem Blick an ihrem Leben,
Ich fühlt' es wohl, und wusst' es nicht.

Doch lispelt' ich ihr sprachlos zu,
Und rauschte mit den Rosenbändern:
Da wachte sie vom Schlummer auf.

Sie sah mich an ihr Leben hing
Mit diesem Blick an meinem Leben:
Und um uns ward Elysium

Zum Text

Klopstock schrieb seine Ode Das Rosenband im Jahr 1753 mit 29 Jahren. Sie wurde 1762 bei David Iversen von Christian Ernst Rosenbaum in einem Album mit dem Titel Lieder mit Melodien, für das Clavier, Zweeter (!) Theil, Altona, Lübeck als Lied veröffentlicht. 

Digitalisat online studieren.

Weitere Veröffentichung

Klopstocks Werke. Leipzig: bey Georg Joachim Göschen 1798. S.123 2.1

 

Textbild
Portrait of Friedrich Gottlieb Klopstock
etwa 1779
Jens Jørgensen Juel

Zur Musik

komponiert: September 1815

Veröffentlichung (angezeigt): 25. April 1837

Originaltonart: As-Dur

Liedform: durchkomponiert

Besonderheiten:

Klopstock gilt als Erneuerer der deutschen Sprache und als Erschaffer neuer Versformen. Viele Komponisten haben Verse von ihm vertont. Dabei stellt Klopstock durch sein oftmals ungewöhnliches Versmaß auch ungewöhnliche Anforderungen an die Komponisten. In ihrem 2016 erschienenen, musikwissenschaftlichen Artikel geht Hanna Zühlke auf diese Besonderheit ein. 3.1

Franz Schubert vertonte insgesamt 16 Texte von Klopstock. Manche Stücke sind für Chor, die meisten jedoch sind Lieder. Zählt man alle Fassungen zusammen kommt man auf insgesamt 21 Klopstock-Vertonungen, die uns heute von Schubert vorliegen. 

18 Jahre alt war er, als er dieses Lied schrieb.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Die Erstveröffentlichung der ersten Fassung des Liedes besorgte A. Diabelli & Co., VN 5032, Wien als Nachlass-Lieferung 28 4.1

Hermann und Thusnelda D 322
Selma und Seimar D 286
Das Rosenband D 280
Edone D 445
Die frühen Gräber D 290

Gedichte von Klopstock. In Musik gesetzt für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte von Franz Schubert

Aus der amtlichen Wiener Zeitung vom 25. April 1837: 4.2

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 03, Nr. 139

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 09

Friedländer Bd. I » 257

Erstdruck

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Originalversion des Liedes

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Quelle(n)

2.1 Klopstock, Friedrich Gottlieb, Oden, Verlag Georg Joachim Göschen, Leipzig, 1798, digitalisiert durch Google

3.1 Hanna Zühlke, Verfahren der Versvertonung in Klopstock-Liedern des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, Schott-Music GmbH, Mainz, 2016

4.1 Österreichische Nationalbibliothek - Digitalisierte Sammlungen, A. Diabelli und Comp. Wien, Erstdruck Nachlass 28, Sig. SH.Schubert.559

4.2 Österreichische Nationalbibliothek - ANNO, Digitalisierte historische Zeitungen und Zeitschriften, Wiener Zeitung, Jhg. 1837, Ausgabe vom 25. April, S. 4

Deutsch, Otto Erich. Franz Schubert: Thematisches Verzeichnis seiner Werke in chronologischer Folge, Bärenreiter 1967, S.173

Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Das Rosenband.pdf

Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net

Geschrieben von: Peter Schöne

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