Komponist: Franz Schubert (1797-1828) Textdichter: Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Holger Berndsen - Piano
Aufnahme: Samstag, 07. März 2015 - Würzburg

Liedtext

heutige Schreibweise

Dein süßes Bild, Edone
Schwebt stets vor meinem Blick;
Allein in trüben Zähren,
Daß du es selbst nicht bist.

Ich seh' es, wenn der Abend
Mir dämmert, wenn der Mond
Mir glänzt, seh' ich's, und weine -
Daß du es selbst nicht bist.

Bei jenes Tales Blumen,
Die ich ihr lesen will,
Bei jenen Myrtenzweigen,
Die ich ihr flechten will,

Beschwör ich dich, Erscheinung,
Auf, und verwandle dich!
Verwandle dich, Erscheinung,
Und werd' Edone selbst!

Zum Text

Klopstock schrieb seine Ode Edone im Jahr 1771 mit 47 Jahren. Sie wurde 1798 bei Georg Joachim Göschen veröffentlicht. Auf Seite 311 kann man es als Digitalisat online studieren2.1

Textbild
Portrait of Friedrich Gottlieb Klopstock
etwa 1779
Jens Jørgensen Juel

Zur Musik

komponiert: Juni 1816

Veröffentlichung (angezeigt): 25. April 1837

Originaltonart: Es-Dur

Liedform: Strophenlied

Besonderheiten:

Klopstock gilt als Erneuerer der deutschen Sprache und als Erschaffer neuer Versformen. Viele Komponisten haben Verse von ihm vertont. Dabei stellt Klopstock durch sein oftmals ungewöhnliches Versmaß auch ungewöhnliche Anforderungen an die Komponisten. In ihrem 2016 erschienenen, musikwissenschaftlichen Artikel geht Hanna Zühlke auf diese Besonderheit ein. 3.1

Franz Schubert vertonte insgesamt 16 Texte von Klopstock. Manche Stücke sind für Chor, die meisten jedoch sind Lieder. Zählt man alle Fassungen zusammen kommt man auf insgesamt 21 Klopstock-Vertonungen, die uns heute von Schubert vorliegen. 

19 Jahre alt war er, als er dieses Lied schrieb.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Heinrich Hollpein nach 1830

Ein Autograph des Liedes mit der Überschrift Edone findet sich im Liederalbum der Therese Grob. Der 17jährige Schubert verehrte die ein Jahr jüngere Therese, die in der Uraufführung seiner ersten Messe in F so schön den Solo-Sopran sang. So gelangten einige seiner Lieder in ihr Liederalbum. Pater Reinhard van Hoorickx erstellte 1969 ein Facsimile, welches sich in Kopie in verschiedenen Bibliotheken finden lässt.

Die Erstveröffentlichung der ersten Fassung des Liedes besorgte A. Diabelli & Co., VN 5032, Wien als Nachlass-Lieferung 28 4.1

Hermann und Thusnelda D 322
Selma und Seimar D 286
Das Rosenband D 280
Edone D 445
Die frühen Gräber D 290

Gedichte von Klopstock. In Musik gesetzt für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte von Franz Schubert

Aus der amtlichen Wiener Zeitung vom 25. April 1837: 4.2

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 04, Nr. 230

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 10

Friedländer Bd. V » 161

Erstdruck

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Originalversion des Liedes

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Quelle(n)

2.1 Klopstock, Friedrich Gottlieb, Oden, Verlag Georg Joachim Göschen, Leipzig, 1798, S. 311, digitalisiert durch Google

3.1 Hanna Zühlke, Verfahren der Versvertonung in Klopstock-Liedern des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, Schott-Music GmbH, Mainz, 2016

4.1 Österreichische Nationalbibliothek - Digitalisierte Sammlungen, A. Diabelli und Comp. Wien, Erstdruck Nachlass 28, Sig. SH.Schubert.559

4.2 Österreichische Nationalbibliothek - ANNO, Digitalisierte historische Zeitungen und Zeitschriften, Wiener Zeitung, Jhg. 1837, Ausgabe vom 25. April, S. 4

Deutsch, Otto Erich. Franz Schubert: Thematisches Verzeichnis seiner Werke in chronologischer Folge, Bärenreiter 1967, S.263

Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Edone.pdf

Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net

Geschrieben von: Peter Schöne

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