Komponist: Franz Schubert (1797-1828) Textdichter: Ludwig Christoph Heinrich Hölty (1748-1776)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Holger Berndsen - Piano
Aufnahme: Samstag, 05. September 2015 - München

Liedtext

Beglückt, beglückt,
  Wer dich erblickt,
Und deinen Himmel trinket,
  Wem dein Gesicht
  Voll Engellicht
Den Gruß des Friedens winket.

  Ein süßer Blick,
  Ein Wink, ein Nick,
Glänzt mir wie Frühlingssonnen;
  Den ganzen Tag
  Sinn' ich ihm nach,
Und schweb' in Himmelswonnen.

  Dein holdes Bild
  Führt mich so mild
An sanfter Blumenkette;
  In meinem Arm
  Erwacht es warm,
Und geht mit mir zu Bette.

  Beglückt, beglückt,
  Wer dich erblickt,
Und deinen Himmel trinket,
  Wem süßer Blick
  Und Wink und Nick
Zum süßern Kusse winket.

  Beglückt, beglückt,
Wer dich erblickt,
Und deinen Himmel trinket;
Wem dein Gesicht
Voll Engellicht
Den Gruß des Friedens winket.

  Ein süsser Blick,
Ein Wink, ein Nick,
Glänzt mir wie Frühlingssonnen;
Den ganzen Tag
Sinn' ich ihm nach,
Und schweb' in Himmelswonnen.

  Dein holdes Bild
Führt mich so mild
An sanfter Blumenkette;
In meinem Arm
Erwacht es warm,
Und geht mit mir zu Bette.

  Beglückt, beglückt,
Wer dich erblickt,
Und deinen Himmel trinket;
Wen süsser Blick
Und Wink und Nick
Zum süssern Kusse winket.

  Beglückt, beglückt,
Wer dich erblickt,
Und deinen Himmel trinket;
Wenn dein Gesicht
Voll Engellicht
Den Gruss des Friedens winket.

  Ein süsser Blick,
Ein Wink, ein Nick,
Glänzt mir wie Frühlingssonnen;
Den ganzen Tag
Sinn' ich ihm nach,
Und schweb' in Himmelswonnen.

  Dein holdes Bild
Führt mich so mild
An sanfter Blumenkette;
In meinem Arm
Erwacht es warm,
Und geht mit mir zu Bette.

  Beglückt, beglückt,
Wer dich erblickt,
Und deinen Himmel trinket;
Wem süsser Blick
Und Wink und Nick
Zum süssern Kusse winket.

Zum Text

Ludwig Christoph Heinrich Hölty muss ein ungeheuer wissbegieriger Mensch gewesen sein. Schon als kleiner Junge las er alles, was er in die Hände bekam. Man sagt, er sei ein sehr hübscher Junge gewesen. Jedoch wurde er von Blattern entstellt genau in der Woche, in der auch seine Mutter an Schwindsucht starb. Er selbst durfte kaum 28 Jahre alt werden, als auch ihn die Schwindsucht hinweg raffte. 2.1

Das vorliegende Gedicht schrieb Hölty 1776. Unter dem Titel Der Liebende erschien es zuerst in Gedichte von Ludewig Heinrich Christoph Hölty. Besorgt durch seine Freunde Friederich Leopold Grafen zu Stolberg und Johann Heinrich Voß. Hamburg, bei Carl Ernst Bohn. 1783, S. 180f.

Weitere Veröffentlichungen:
Hölty, Ludwig Christoph Heinrich, and Bauer, Bernhard Philipp VerlegerIn. Ludw. Heinr. Ch. Hölty's Gedichte. Neueste Auflage ed. Wien: Bey B. Ph. Bauer, 1816, S. 173.

Textbild
Ludwig Christoph Heinrich Hölty.
In: Gedichte, Wien: F. A. Schrämbl, 1790

Zur Musik

komponiert: 29. Mai 1815

Veröffentlichung (angezeigt): 1894

Originaltonart: B-Dur

Liedform: Strophenlied

Besonderheiten:

Schubert hat in seinen beiden produktivsten Jahren 1815 und 1816, zählt man alle laut Deutsch-Verzeichnis vorliegenden Lieder, Fassungen, Bearbeitungen und Entwürfe zusammen, insgesamt 40 mal Texte von Hölty vertont.
Unter diesen Vertonungen findet sich unter anderem eines der bekanntesten Schubertlieder - die Seligkeit D433.

Alle bisher eingespielten Hölty-Vertonungen auf dieser Webseite.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Die Veröffentlichung besorgte Eusebius Mandyczewski im Rahmen der Alten Gesamtausgabe 1894 Serie XX, Bd. 2 Nr. 76.

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Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 02, Nr. 76

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 08

Erstdruck

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Quelle(n)

2.1 Voss, Johann Heinrich: Gedichte von L.H.C.Hölty, Verlag Carl Ernst Bohn, Hamburg, 1804

Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Der Liebende.pdf

Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net

Geschrieben von: Peter Schöne

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