Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Ludwig Heinrich Christoph Hölty (1748-1776)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Olga Monakh - Piano
Aufnahme: Sonntag, 25. Juli 2010 - Berlin



Liedtext

[Wenn]1 der silberne Mond durch die Gesträuche blinkt,
Und sein schlummerndes Licht über den Rasen [geußt]2,
  Und die Nachtigall flötet,
    Wandl' ich traurig von Busch zu Busch.

Selig preis' ich dich dann, flötende Nachtigall,
Weil dein Weibchen mit dir wohnet in einem Nest,
  Ihrem singenden Gatten
    Tausend trauliche Küsse gibt.

Überhüllet von Laub girret ein Taubenpaar
Sein Entzücken mir vor; aber ich wende mich,
  Suche dunklere Schatten,
    Und die einsame Thräne rinnt.

Wann, o lächelndes Bild, welches wie Morgenrot
Durch die Seele mir strahlt, find' ich auf Erden dich?
  Und die einsame Thräne
    Bebt mir heißer die Wang' herab!

1 Schubert: "Wann"
2 Schubert: "streut"

Quelle & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: 17. Mai 1815

veröffentlicht: 1894
In der Gesamtausgabe erschienen

Originaltonart: d-moll

Liedform: Strophenlied

Wird oft mit der 50 Jahre später entstandenen Komposition von Johannes Brahms verglichen.
Angesichts der zeitlichen Einordnung des Liedes in die Frühromantik kommt jedoch Schuberts Komposition näher an Höltys 1774 entstandener Gedichtvorlage heran.

Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Originalversion des Liedes

Quelle imslp.org o.a.: Die Mainacht.pdf