Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Friedrich Schiller (1759-1805)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Olga Monakh - Piano
Aufnahme: Samstag, 25. August 2012 - Berlin



Liedtext

Vorüber die stöhnende Klage!
Elysium's Freudengelage
Ersäufen jegliches Ach.
Elysium's Leben
Ewige Wonne, ewiges Schweben
Durch lachende Fluren ein flötender Bach.

Jugendlich milde
Beschwebt die Gefilde
Ewiger Mai;
Die Stunden entfliehen in goldenen Träumen,
Die Seele schwillt aus in unendlichen Räumen.
Wahrheit reißt hier den Schleier entzwei.

Unendliche Freude
Durchwallet das Herz.
Hier mangelt der Name dem trauernden Leide,
Sanftes Entzücken nur heißet man Schmerz.

Hier strecket der wallende Pilger die matten
Brennenden Glieder in säuselnden Schatten,
Leget die Bürde auf ewig dahin -
Seine Sichel entfällt hier dem Schnitter,
Eingesungen von Harfengezitter
Träumt er, geschnittene Halme zu sehn.

Dessen Fahne Donnerstürme wallte,
Dessen Ohren Mordgebrüll umhallte,
Berge bebten unter dessen Donnergang,
Schläft hier linde bei des Baches Rieseln,
Der wie Silber spielet über Kieseln;
Ihm verhallet wilder Speere Klang.

Hier umarmen sich getreue Gatten,
Küssen sich auf grünen samtnen Matten,
Liebgekost vom Balsamwest;
Ihre Krone findet hier die Liebe,
Sicher vor des Todes strengem Hiebe
Feiert sie ein ewig Hochzeitsfest.

Quelle & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: 1817

veröffentlicht: 1830

Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Quelle imslp.org o.a.: Elysium.pdf