Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Johann Baptist Mayrhofer (1787-1836)

Wir empfehlen Ihnen, die Lieder mit einem Kopfhörer anzuhören!

download

Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Olga Monakh - Piano
Aufnahme: Samstag, 25. Juni 2011 - Erfurt



Liedtext

Über die Berge zieht ihr fort,
Kommt an manchen grünen Ort;
Muß zurücke ganz allein,
Lebet wohl! es muß so sein.

Scheiden, meiden, was man liebt,
Ach wie wird das Herz betrübt!
O Seenspiegel, Wald und Hügel schwinden all;
Hör' verschwimmen eurer Stimmen Widerhall.

Lebt wohl! klingt klagevoll,
Ach wie wird das Herz betrübt,
Scheiden, meiden was man liebt;
Lebt wohl! klingt klagevoll.

 

Quelle & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: September 1816

veröffentlicht: 1885

Untertitel: "Nach einer Wallfahrtsarie"
Der Originaltitel des Gedichtes von Mayrhofer ist "Lunz". Lunz am See liegt in Niederösterreich etwa auf der halben Strecke zwischen Salzburg und Wien. Ganz in der Nähe befindet sich der Wallfahrtsort Mariazell. Mayrhofer soll mit dem Sohn des Juraprofessors Watteroth eine Wanderung durch Niederösterreich unternommen haben. (The Schubert Song Companion, S.8, John Reed)
Das Lied ist in der A-B-A'-Form geschrieben. Schon zu Beginn meint man, verklingende Wald-, bzw. Alphörner zu hören. Die Echophrasen in der Begleitung unterstreichen diese Wirkung und der Text ("Über die Berge zieht ihr fort") wird klang- und klagevoll in den Tönen des Klaviers gemalt.

Das Lied befindet sich in der Sammlung Witteczek-Spaun.

Schubert schrieb in diesem Jahr unter anderem die verschollene Prometheus-Kantate, die beiden Sinfonien Nr. 4 c-Moll (die Tragische) und Nr. 5 B-Dur sowie die Messe Nr. 4 C-Dur.

Geschrieben von: Peter Schöne

Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Originalversion des Liedes

Quelle imslp.org o.a.: Abschied.pdf