Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Johann Gaudenz von Salis-Seewis (1762-1834)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Holger Berndsen - Piano
Aufnahme: Samstag, 07. März 2015 - Würzburg



Liedtext

Mit leisen Harfentönen
Sei, Wehmut, mir gegrüßt!
O Nymphe, die der Tränen
Geweihten Quell verschließt!
Mich weht an deiner Schwelle
Ein linder Schauer an,
Und deines Zwielichts Helle
Glimmt auf des Schicksals Bahn.

Rühr' unter Tränenweiden
Noch oft mein Saitenspiel
Verschmilz auch Gram und Leiden
In süßes Nachgefühl
Gieb Stärkung dem Erweichten!
Heb' aus dem Trauerflor
Wenn Gottes Sterne leuchten
Den Andachtsblick empor!

Der Leidenschaften Horden,
Der Sorgen Rabenzug,
Entfliehn vor den Akkorden
Die deine Harfe schlug;
Du zauberst Alpensöhnen,
Verbannt auf Flanderns Moor,
Mit Sennenreigentönen
Der Heimat Bilder vor.

In deinen Schattenhallen
Weihst du die Sänger ein;
Lehrst junge Nachtigallen
Die Trauermelodei'n;
Du neigst, wo Gräber grünen,
Dein Ohr zu Hölty' s Ton;
Pflückst Moos von Burgruinen
Mit meinem Matthisson.

Du, so die Freude weinen,
Die Schwermut lächeln heißt,
Kannst Wonn' und Schmerz vereinen,
Daß Harm in Lust verfleußt;
Du hellst bewölkte Lüfte
Mit Abendsonnenschein,
Hängst Lampen in die Grüfte
Und krönst den Leichenstein.

Quelle & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: März 1816

veröffentlicht: 1885

Originaltonart: F-Dur

Liedform: Strophenlied

Auf Schuberts Manuskript sind drei Strophen vermerkt.

Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Das Manuskript zu diesem Lied online studieren
www.schubert-online.at
schubertmanu

Quelle imslp.org o.a.: Die Herbstnacht / Die Wehmut.pdf