Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Johann Gaudenz von Salis-Seewis (1762-1834)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Ralph Neubert - Piano
Aufnahme: Mittwoch, 15. Juni 2011 - Erfurt



Liedtext

Arbeitsam und wacker,
Pflügen wir den Acker,
Singend auf und ab.
Sorgsam trennen wollen
Wir die lockern Schollen,
Unsrer Saaten Grab.

Auf- und abwärts ziehend
Furchen wir, stets fliehend,
Das erreichte Ziel.
Wühl', o Pflugschar, wühle!
Außen drückt die Schwüle ;
Tief im Grund' ist's kühl.

Neigt den Blick zur Erde,
Lieb und heimlich werde
Uns ihr dunkler Schoß;
Hier ist doch kein Bleiben,
Ausgesät zerstäuben
Ist auch unser Los.

Säet, froh im Hoffen;
Gräber harren offen,
Fluren sind bebaut;
Deckt mit Egg' und Spaten
Die versenkten Saaten,
Und dann : Gott vertraut!

Gottes Sonne leuchtet,
Lauer Regen feuchtet
Das entkeimte Grün.
Flock', o Schnee und strecke
Deine Silberdecke
Schirmend drüber hin!

Ernten werden wanken,
Wo nur Körner sanken
Mutter Erd' ist treu.
Nichts wird hier vernichtet,
Und Verwesung sichtet
Nur vom Keim die Spreu.

Die vor uns entschliefen,
Schlummern, in die Tiefe
Ihrer Gruft gesät ;
Länger wird es säumen
Bis die Gräber keimen,
Gottes Saat entsteht!

Wer um Tote trauret,
Glaub' es, ewig dauret
Nicht der Aussaat Zeit.
Aus enthüls'ter Schale
Keimt im Todestale
Frucht der Ewigkeit!

Quelle & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: März 1816

veröffentlicht: 1895

Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Quelle imslp.org o.a.: Pflügerlied.pdf