Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Theodor Körner (1791-1813)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Ralph Neubert - Piano
Aufnahme: Freitag, 10. September 2010 - Erfurt



Liedtext

Ich hab' ein heißes junges Blut,
Wie ihr wohl alle wißt,
Ich bin dem Küssen gar zu gut,
Und hab' noch nie geküßt;
Denn ist mir auch mein Liebchen hold,
's War doch, als wenn's nicht werden sollt':
Trotz aller Muh' und aller List,
Hab' ich doch niemals noch geküßt.

Des Nachbars Röschen ist mir gut;
Sie ging zur Wiese früh.
Ich lief ihr nach und faßte Mut,
Und schlang den Arm um sie:
Da stach ich an dem Miederband
Mir eine Nadel in die Hand;
Das Blut lief stark, ich sprang nach Haus,
Und mit dem Küßen war es aus.

Jüngst ging ich so zum Zeitvertreib,
Und traf sie dort am Fluß,
Ich schlang den Arm um ihren Leib,
Und bat um einen Kuß;
Sie spitzte schon den Rosenmund,
Da kam der alte Kettenhund,
Un biß mich wütend in das Bein!
Da ließ ich wohl das Küßen sein.

Und allemal geht mir's nun so;
O! daß ich's leiden muß!
Mein Lebtag werd' ich immer froh,
Krieg' ich nicht bald 'nen Kuß.
Das Glück sieht mich so finster an,
Was hab' ich armer Wicht getan?
Drum, wer es hört, erbarme sich,
Und sei so gut und küße mich.

Quelle & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: 15. Oktober 1815

veröffentlicht: 1872

Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Quelle imslp.org o.a.: Das gestörte Glück.pdf