Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Aufnahme: Samstag, 23. Mai 2009 - Erfurt



Liedtext

Ich hab' ein Bächlein funden
Vom Städtchen ziemlich weit,
Da bin ich manche Stunden
In stiller Einsamkeit.
Ich tät mir gleich erkießen
Ein Plätzchen kühles Moos;
Da sitz ich, und da fließen
Mir Tränen in den Schoß.

Für dich, für dich nur wallet
Mein jugendliches Blut;
Doch leise nur erschallet
Dein Nam' an dieser Flut.
Ich fürchte, daß mich täusche
Ein Lauscher aus der Stadt;
Es schreckt mich das Geräusche
Von jedem Pappelblatt.

Ich wünsche mir zurücke
Den flüchtigsten Genuß;
In jedem Augenblicke
Fühl' ich den Abschiedskuß.
Es ward mir wohl und bange,
Als mich dein Arm umschloß,
Als noch auf meine Wange
Dein letztes Tränchen floß!

Von meinem Blumehügel
Sah' ich dir lange nach;
Ich wünschte mir die Flügel
Der Täubchen auf dem Dach;
Nun glaub' ich zu vergehen
Mit jedem Augenblick.
Willst du dein Liebchen sehen,
So komme bald zurück!

Quelle & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: April 1816

veröffentlicht: 1887

Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Quelle imslp.org o.a.: Daphne am Bach.pdf