Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Christian Fredrich Daniel Schubart (1739-1791)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Aufnahme: Dienstag, 09. Juni 2009 - Erfurt



Liedtext

Tod, du Schrecken der Natur,
Immer rieselt deine Uhr;
Die geschwung'ne Sense blinkt,
Gras und Halm und Blume sinkt.
Mähe nicht ohn' Unterschied,
Dieses Blümchen, das erst blüht,
Dieses Röschen, erst halbrot;
Sei barmherzig, lieber Tod!

Tod, wann kommst du, meine Lust?
Ziehst den Dolch aus meiner Brust?
Streifst die Fesseln von der Hand?
Ach, wann deckst du mich mit Sand?
Komm, o Tod, wenn's dir gefällt,
Hol' Gefang'ne aus der Welt:
Komm, vollende meine Not;
Sei barmherzig, lieber Tod!

Quelle & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: 1817

veröffentlicht: 26. Juni 1824

Das "Lied an den Tod" erschien als Supplement der Wiener "Allgemeinen musikalischen Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat". In den 50 Heften der "Nachgelassenen musikalischen Dichtungen" Schubert, die Diabelli 1830 bis 1850 verlegte fand es sich in Heft 17 als Nr. 3.

Aus der amtlichen "Wiener Zeitung" vom 2. August 1824:

In dem lithographischen Institute,

Am Michaelsplatz Nr. 2, ist neu erschienen …:
........
Schubert, Franz, Lied an den Tod (Tod, du Schrecken der Natur), mit Begleitung des Pianoforte. 20 kr. W.W.

Aus der Wiener "Allgemeinen musikalischen Zeitung" vom 29. Dezember 1824:

Nro. 5 Lied an den Tod von Franz Schubert. Der Verfasser zeigt in dem kleinen Lied seine Meisterschaft in der Harmonie.

d. R. [die Redaktion]

Quelle: Deutsch, Otto Erich: Schubert - Die Dokumente seines Lebens, Breitkopf & Härtel, 1964, S. 246, 252, 270 & 600,

Geschrieben von: Peter Schöne

Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Quelle imslp.org: An den Tod.pdf